Geschichte vom Hasen Hoppel in Penzlin

Hase Hoppel ist in diesem Jahr besonders aufgeregt. Er darf zum ersten Mal mit dabei sein, wenn Mama und Papa die Ostereier verstecken.  

In den letzten Wochen waren Hase Hoppel und seine Familie sehr fleißig. Sie haben viele Eier bemalt und gebastelt. Schließlich soll es ja für alle Kinder reichen.

Mama hat Hase Hoppel erzählt, das sie wieder nach Penzlin gehen und dort an der Kirche alle Osternester verstecken. Sie müssen dabei ganz leise sein weil in der Kirche der Ostergottesdienst stattfindet und alle Kinder gespannt darauf warten die Ostereiersuche zu beginnen.

Hase Hoppel ist so aufgeregt. Durch den Wald geht es auf eine große Wiese und dort entdeckt er schon von weitem die ersten Häuser. „Das muss Penzlin sein und gleich kann ich meine ersten Ostereier verstecken.“, ruft er ganz aufgeregt.                                                                                                        

An der Kirche beginnt Hoppel ganz fleißig mit dem Verstecken. Doch dann ruft seine Mama ihn. Irgendwas war anders als sonst.  Aus der Kirche ist nichts zu hören, keine Stimmen, keine Musik von der Orgel und auch kein Gesang.

„Ich glaube die Kirche ist leer und hier ist niemand“ sagt Mama. Oh nein denkt sich Hase Hoppel, jetzt darf er endlich mal mit dabei sein und nun sind keine Kinder hier?

„Aber wo seid Ihr alle?“ fragt Hoppel und wird immer trauriger.

Da kommt ein kleiner Vogel, das Rotkehlchen, herbeigeflogen das alles mitangesehen hat.

„Hier ist heute niemand“, sagt der Vogel.  „Die Menschen sind alle Zuhause. Es gibt da eine Krankheit. Den Namen habe ich schon wieder vergessen. Damit die Menschen sich nicht anstecken und gesund bleiben müssen sie Zuhause bleiben.“, erzählt das Rotkehlchen. „Oh  nein dann fällt Ostern jetzt aus.“, sagt Hase Hoppel und ist auf einmal ganz traurig. „Nein“, sagt seine Mama. „Wir gehen einfach zu jedem Kind nach Hause und verstecken dort unsere Ostereier.“, erklärt Papa. Da ist Hase Hoppel plötzlich wieder richtig glücklich. „Jippi dann kann ich dieses Jahr doch noch Osternester verstecken.“  „Dann aber los, wir haben viel zu tun.“, ruft Mama und macht sich schon auf den Weg.

„Tschüss Hase Hoppel, viel Spaß beim Verstecken. Wir sehen uns dann nächstes Jahr wieder, wenn du die Ostereier an der Kirche versteckst und wir hören uns zusammen die Lieder an die aus der Kirche zuhören sind.“, verabschiedet sich das Rotkehlchen.

Anne-Katrin Gust